Mai 2026

260511

ENERGIE-CHRONIK


Deutsche Fusionsforschung wird Teil des EU-Projekts "Innovative Kerntechnologien"

Die Bundesregierung wird die im Koalitionsvertrag vereinbarte Förderung der Fusionsforschung durch den Beitritt zu einem EU-Projekt der Kategorie "Important Project of Common European Interest (IPCEI)" realisieren. Wie die Ministerien für Wirtschaft und Forschung am 18. Mai gemeinsam mitteilten, handelt es sich um das IPCEI "Innovative Kerntechnologien", das die EU im nächsten Jahr starten will. Zugleich versicherten sie, dass die deutsche Beteiligung "klar auf den Bereich Fusionstechnologien und deren Wertschöpfungsketten fokussiert" sein werde. Die Energiegewinnung durch Kernspaltungstechnologien sei nicht Gegenstand der nun beabsichtigten deutschen Beteiligung. Im Rahmen des erwähnten IPCEI-Projekts sollen nämlich auch Weiterentwicklungen der konventionellen KKW-Technik wie die Small Modular Reactors (SMR) gefördert werden.

Anfang Februar hatte die Bundesregierung auf Nachfrage des Abgeordneten Harald Ebner (Grüne) lediglich mitgeteilt, dass sie die Beteiligung an dem geplanten IPCEI-Projekt "ergebnisoffen" prüfe und noch keine Entscheidung gefallen sei. Auf zusätzliche kritische Fragen ging sie nicht ein. So wollte Ebner wissen, wie sie derartige Pläne "vor dem Hintergrund der nicht absehbaren technologischen und wirtschaftlichen Nutzbarkeit von Fusionstechnologie für die klimaneutrale Stromerzeugung" begründe. Ferner warnte der Abgeordnete vor der "möglichen Kofinanzierung experimenteller Kleinreaktoren im Ausland", deren Unwirtschaftlichkeit auch von Bundesbehörden prognostiziert werde.

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