April 2026

260404

ENERGIE-CHRONIK




Das von Trump veröffentlichte Bild, das mittels KI-Technik erzeugt wurde, zeigt ihn eindeutig in der Pose des Heilands, der einen Kranken oder Toten durch Handauflegen heilt bzw. zu neuem Leben erweckt. Er zog sein Machwerk aber schnell wieder zurück, nachdem es weltweit eine Mischung aus Heiterkeit und Entsetzen auslöste und allenfalls ein Lacherfolg war. Nun wollte er sich lediglich als medizinischer Heiler und "Mitarbeiter des Roten Kreuzes" dargestellt haben.
 


"Den verrückten Linken gefällt das vielleicht nicht, aber meiner Meinung nach ist es ziemlich nett", kommentierte Trump dieses Bild, das wenig später auf "X" (früher "Twitter") veröffentlicht wurde. Der offenbar paranoide Urheber wollte mit dem Bild seine Hoffnung ausdrücken, dass Gott "angesichts all dieser satanischen, dämonischen, Kinder opfernden Monster, die gerade entlarvt werden" mit Trump seine "Trump card" ausspielen werde...

Trump präsentiert sich als Heiland und attackiert den Papst

Dass beim US-Präsidenten Donald Trump etliche Schrauben locker sind, war schon hinreichend bekannt. Dass er sich auch in der Rolle des Heilands gefällt, der Kranke heilen und Tote zu neuem Leben erwecken kann, weiß man aber erst jetzt. Am 12. April veröffentlichte er nämlich auf seiner persönlichen Internetseite "Truth Social" ein mit KI-Technik erzeugtes Bild, das ihn in dieser Pose zeigt. Zwei Tage später attackierte er außerdem Papst Leo XIV., weil das Oberhaupt der katholischen Kirche es gewagt hatte, seine Drohung zu kritisieren, dass er in der kommenden Nacht den Iran samt Infrastruktur und Bevölkerung vernichten werde.

Es charakterisiert die disparate Geistesverfassung des US-Präsidenten – ist aber auch typisch für eine weit verbreitete und sehr oberflächliche Rezeption der christlichen Religion in den USA – , dass ihm die Blasphemie seines Machwerks erst zu dämmern schien, als es weltweit eine Mischung aus Heiterkeit und Entsetzen auslöste und allenfalls ein Lacherfolg war. Zum Beispiel enthüllte in Deutschland die ZDF-Sendung "Heute-Show", dass es sich bei dem Prachtstück eigentlich um das Mittelteil eines Triptychons handele. Der Satiriker Oliver Welke belegte diese Behauptung auch hieb- und stichfest, indem er die bisher unbekannten beiden anderen Altarflügel zeigte, die ebenfalls mittels KI-Technik fabriziert wurden: Auf dem linken Flügel wird der noch christusmäßig gekleidete Trump gerade in die Klapse gebracht, wobei eine der beiden Pflegekräfte unverkennbar jene Krankenschwester ist, die auf Trumps eigenem Bild bewundernd zu ihm aufschaut. Auf dem rechten Altarflügel sieht man den US-Präsidenten mit Zwangsjacke in der Psychiatrie sitzen, während vom Himmel der Allmächtige milde lächelnd auf dieses gottgefällige Geschehen herabblickt.

Angeblich wollte Trump bloß als Arzt und "Mitarbeiter des Roten Kreuzes" gesehen werden

Trump ist freilich nie um Ausreden verlegen, wenn etwas anders läuft, als er sich das vorgestellt hat. Er trat sofort den Rückzug an und behauptete nun, er habe nicht als Heiland, sondern nur als medizinischer Heiler gesehen werden wollen: "Ich habe es gepostet, und ich dachte, es zeige mich als Arzt“, sagte er vor Journalisten im Weißen Haus. Er sei davon ausgegangen, dass er als "Mitarbeiter des Roten Kreuzes" dargestellt worden sei.

Falls es sich tatsächlich so verhalten hätte, gäbe es allerdings nur noch mehr Grund, an seiner Zurechnungsfähigkeit zu zweifeln. Die Ikonographie des wundersamen Gemäldes ist zwar sicher in verschiedener Weise auslegungsfähig, aber eindeutig religiöser Natur: Zum Beispiel tragen Mitarbeiter des Roten Kreuzes sicher keine priesterlich anmutenden Gewänder, wenn sie sich um einen Kranken kümmern, und es gehen von ihren Händen auch keine geheimnisvollen Strahlenbündel aus. Vermutlich wollte Trump mit solchen Anleihen bei Heiligenbildern signalisieren, dass er über esoterische Fähigkeiten zur Übertragung spritueller Energie verfügt.

Ein weiteres Bild zeigte den Präsidenten, wie er von Christus umarmt wird

Trump beließ es nicht bei der nachträglichen Umdeutung seines Selbstbildnisses, sondern entfernte es auch von seiner Internet-Seite "Truth Social". Damit verhinderte er weitere Vergleiche seiner neuen Lesart mit dem Original. Indessen scheint der extreme Narzisst sofort unter schweren Entzugserscheinungen gelitten zu haben, denn schon am folgenden Tag begeisterte er sich auf "Truth Social" für ein anderes KI-Kunstwerk, das ihn als ganz normalen Krawattenträger zeigt, der aber vor einer US-amerikanischen Flagge von Jesus umarmt wird, als ob ihn der Gottessohn für erlittene Unbill zu trösten versuche. Trump bedankte sich für diese Unterstützung folgendermaßen: "Den verrückten Linken gefällt das vielleicht nicht, aber meiner Meinung nach ist es ziemlich nett."

Die neue KI-Schöpfung hatte ein offenbar psychisch gestörter Trump-Fan fabriziert. Laut Begleittext wollte er so seine Hoffnung ausdrücken, dass "bei all diesen satanischen, dämonischen, kindopfernden Monstern, die entlarvt werden, Gott vielleicht seine Trumpfkarte ausspielt!" Die Motivation für die Bildmontage, die Trump so nett fand, entsprang also einer ziemlich paranoid geprägten Sichtweise sowie dem krampfhaften Bemühen, über das Wortspiel mit der Trumpfkarte ("Trump card") einen sinnstiftenden Zusammenhang zwischen beiden Lichtgestalten herzustellen. Veröffentlicht wurde der Quatsch wohl nicht ganz zufällig auf der Plattform "X", die früher mal "Twitter" hieß , bevor sie von Elon Musk gekauft und auf rechtsextremen Kurs gebracht wurde.

Papst Leo XIV. kritisierte Trumps Drohung, mit dem nächsten Angriff werde "eine ganze Zivilisation untergehen"

Das Wohlgefallen Trumps an dem Bild, auf dem er von Jesus umarmt wird, dürfte aber auch damit damit zu tun gehabt haben, dass er wenige Stunden zuvor in unerhört scharfer Weise den Papst in Rom attackiert hatte, der nach katholischer Lehre der Stellvertreter von Jesus auf Erden ist. Das KI-Produkt konnte zumindest virtuell als Beleg dafür herhalten, das er damit nur sein Verhältnis zum Stellvertreter getrübt hatte, während Jesus selber ihm weiterhin uneingeschränkte Unterstützung gewährt...

Der offene Konflikt mit dem Papst begann damit, dass Trump am 7. April den Machthabern in Teheran mit der kompletten Zerstörung des Irans drohte, falls sie sich bei den Verhandlungen über die Öffnung der Straße von Hormus nicht endlich entgegenkommender zeigen würden: "Eine ganze Zivilisation wird heute Nacht untergehen, um nie wieder zurückzukehren." Angesichts seines bisherigen Schlingerkurses war nicht unbedingt zu erwarten, dass er diese genauso bombastische wie barbarische Ankündigung auch in die Tat umsetzen werde. Aber zumindest rhetorisch war es schon eine Art Atombombe, die er da in seiner großmäuligen Art zündete, als ob es kein Kriegsverbrechen wäre, nicht nur militärische Ziele, sondern auch lebenswichtige Infrastrukturen zu zerstören und so die Zivilbevölkerung zu vernichten.

Zu den empörten Kritikern gehörte neben dem UN-Hochkommissar für Menschenrechte auch Papst Leo XIV., der im Mai vorigen Jahres die Nachfolge des verstorbenen Franziskus angetreten hat. Eine solche Drohung sei "wirklich inakzeptabel“, erklärte der Papst, und zwar nicht nur mit Blick auf internationales Recht, sondern vor allem aus moralischer Sicht. Und dann folgte eine sehr sanft formulierte, aber doch unmißverständliche Ohrfeige für den US-Präsidenten: "Ich möchte alle dazu aufrufen, zu beten, aber auch zu versuchen, mit Kongressabgeordneten und den Behörden in Kontakt zu treten und ihnen zu sagen, dass wir keinen Krieg wollen, sondern Frieden."

Trump behauptet, das der Papst nur ihm seine Wahl zum Oberhaupt der katholischen Kirche zu verdanken habe

Trump reagierte darauf am 13. April mit einer wüsten Beschimpfung des Papstes durch sein Sprachrohr "Truth Social", die hier in voller Länge zitiert wird:

"Papst Leo ist SCHWACH im Umgang mit Kriminalität und eine Katastrophe in der Außenpolitik. Er spricht von der „Angst“ vor der Trump-Regierung, erwähnt aber nicht die ANGST, die die katholische Kirche und alle anderen christlichen Organisationen während COVID hatten, als sie Priester, Pfarrer und alle anderen verhafteten, weil sie Gottesdienste abhielten, selbst wenn sie draußen waren und drei oder sogar sechs Meter Abstand hielten. Ich mag seinen Bruder Louis viel lieber als ihn, denn Louis steht voll und ganz hinter MAGA. Er hat es kapiert, und Leo nicht! Ich will keinen Papst, der es für okay hält, dass der Iran Atomwaffen besitzt. Ich will keinen Papst, der es schrecklich findet, dass Amerika Venezuela angegriffen hat – ein Land, das riesige Mengen an Drogen in die Vereinigten Staaten schickte und, noch schlimmer, seine Gefängnisse leerte, einschließlich Mörder, Drogendealer und Killer, und sie in unser Land schickte. Und ich will keinen Papst, der den Präsidenten der Vereinigten Staaten kritisiert, weil ich genau das tue, wozu ich mit einem Erdrutschsieg gewählt wurde: Rekordtiefstände bei der Kriminalität zu erreichen und den besten Aktienmarkt der Geschichte zu schaffen. Leo sollte dankbar sein, denn wie jeder weiß, war er eine schockierende Überraschung. Er stand auf keiner Liste der Papstkandidaten und wurde von der Kirche nur deshalb dort hingesetzt, weil er Amerikaner war und sie dachten, das wäre der beste Weg, um mit Präsident Donald J. Trump umzugehen. Wäre ich nicht im Weißen Haus, wäre Leo nicht im Vatikan. Leider passt mir Leos Schwäche in Sachen Kriminalität und Atomwaffen nicht, ebenso wenig wie die Tatsache, dass er sich mit Obama-Sympathisanten wie David Axelrod trifft, einem VERLIERER von der Linken, der zu denen gehört, die wollten, dass Kirchgänger und Geistliche verhaftet werden. Leo sollte sich als Papst zusammenreißen, seinen gesunden Menschenverstand einsetzen, aufhören, der radikalen Linken nach dem Mund zu reden, und sich darauf konzentrieren, ein großer Papst zu sein, kein Politiker. Das schadet ihm sehr und, was noch wichtiger ist, es schadet der katholischen Kirche! Präsident DONALD J. TRUMP

Trump stellte also klar, dass er als Präsident der Vereinigten Staaten nicht nur über eine weit höhere Position und Machtfülle verfügt als der US-Staatsbürger Robert Francis Prevost, sondern dass der letztere es allein ihm zu verdanken habe, dass er zum Papst gewählt worden sei. Und zwar hätten die Kardinäle erwartet, dass dieser als US-Amerikaner am besten mit ihm als Präsidenten auskommen werde, was aber eine gräßliche Enttäuschung war und selbstverständlich nicht Trumps eigene Schuld. Schließlich kommt er mit dem Papst-Bruder Louis bestens zurecht, der tatsächlich ein Trump-Fan ist und sicher auch eine MAGA-Mütze besitzt, die Leo XIV. garantiert nicht aufsetzen würde.

Trump nutzt hemmungslos seine "God Bless the USA Bible" und anderes religiöses Brimborium für politische Werbung

Trump ist nominell Presbyterianer. Er wäre damit einer calvinistisch geprägten Richtung des US-amerikanischen Protestantismus zuzurechnen, bei der die Bibel geradezu Fetischcharakter hat. Dazu passt, dass er sich beim zweiten Amtsantritt von seiner Frau Melanie geich zwei Bibeln bereithalten ließ, um auf ihnen den Amtseid zu schwören, obwohl die eher von Freigeistern wie Jefferson geprägte US-Verfassung eine solche Zeremonie gar nicht vorsieht. Tatsächlich hat er dann aber auf keine von beiden die linke Hand gelegt, während er mit der Rechten schwörte (250101). Das ist typisch für die Willkür, mit der er auch religiöses Brimborium für seine Zwecke einsetzt. Zum Beispiel hatte er keine Hemmungen, eine von ihm selbst editierte "God Bless the USA Bible" herauszubringen, die neben der üblichen englischen Bibel-Übersetzung die US-Verfassung, die Unabhängigkeitserklärung und andere "patriotische" Materialien wie den Text des Liedes "God Bless the USA" enthält. Diese Bibeln ließ er anscheinend billig in China drucken, werden aber teuer verkauft und kosten handsigniert von Trump sogar tausend Dollar.

Europäische Protestanten überkommt bei so etwas Brechreiz. Und Katholiken wohl auch - im Unterschied zu US-Katholiken wie Trumps Vizepräsident J.D. Vance und sein Außenminister Marco Rubio, die sogar als praktizierende Katholiken gelten. Bevor beide zur alleinseligmachenden Kirche fanden, haben sie das religiöse Mobiliar in ihrem Oberstübchen mehrfach umgeräumt: Vance wuchs protestantisch auf, war dann aber zeitweise atheistisch eingestellt und konvertierte erst 2019 zum Katholizismus. Rubio wurde zunächst katholisch erzogen, gehörte dann aber zeitweilig den Mormonen und den Baptisten an, bevor er schließlich zur katholischen Kirche zurückkehrte. Ein lupenreiner Evangelikaler ist dagegen der Verteidigungsminister Pete Hegseth, der sich neuerdings stolz "Kriegsminister" nennt, nachdem Trump diese alte Amtsbezeichnung wieder eingeführt hat, die bis dahin die ganze zivilisierte Welt als peinlich zu empfinden schien und deshalb abgeschafft hat. Ganz falsch ist die Umbenennung des früheren Department of Defense aber sicher nicht. Das hat spätestens der Angriffskrieg gegen den Iran gezeigt, den Trump am 28. Februar gemeinsam mit dem israelischen Premier Nethanjahu begann.

Für Trump ist alles Jacke wie Hose, wenn er in die religiöse Kiste greift

Als der Bibel-Herausgeber Trump gefragt wurde, an welche Stellen in der Heiligen Schrift er sich besonders erinnere, soll ihm nur der Spruch "Auge um Auge, Zahn um Zahn" aus dem Alten Testament eingefallen sein, den Jesus später in seiner Bergpredigt zitierte, um seinem Jünger Matthäus genau das Gegenteil zu empfehlen: "Ich aber sage euch: Leistet dem, der euch etwas Böses antut, keinen Widerstand, sondern wenn dich einer auf die rechte Wange schlägt, dann halte ihm auch die andere hin." Es ist stark zu vermuten, dass der Wüterich Trump nur den Spruch im Alten Testament gemeint hat, der für seinesgleichen ohnehin schon eine Zumutung bedeutet, da er nur eine paritätische Vergeltung erlaubt. Die Vernichtung einer ganzen Zivilisation, wie er sie dem Iran angedroht hat, wäre damit keinesfalls abgedeckt, obwohl der alttestamentarische Gott ebenfalls ein arger Wüterich war.

Aber im Grunde ist für Trump sowieso alles Jacke wie Hose, wenn er in die religiöse Kiste greift. Hauptsache ist der Effekt, den er damit bei einem geistesverwandten Publikum erzielen will. So gibt es Fotos, wie der ungekrönte King im Weißen Haus am Schreibtisch sitzt, umringt von seinen Hofschranzen, und alle mit andächtig geneigten Häuptern einen religiösen Powernap einlegen, um den Guru und seine Entourage mit neuer spiritueller Energie aufzuladen. Solche Fotos sind wichtig, um der großteils evangelikalen Wählerschaft der Republikaner zu demonstrieren, wie fromm und sittsam es unter Trump inzwischen im Weißen Haus zugeht, nachdem dessen Ansehen durch den demokratischen Amtsvorgänger Bill Clinton in den neunziger Jahren durch die Affäre mit einer Praktikantin so arg befleckt wurde.

Einen solchen nützlichen Idioten fände Putin sicher kein zweites Mal

Ganz selbstverständlich ist das nämlich auch unter Trump nicht, der Bill Clinton als Womanizer noch übertrumpfen dürfte. Zum Beispiel gibt es jene Tonband-Aufzeichnung, auf der Trump bei unwissentlich eingeschaltetem Mikrofon sein Patentrezept verriet, wie man Frauen rumkriegt: "Wenn du ein Star bist, lassen sie dich alles tun. Du kannst alles tun (....) Ihnen an die Muschi greifen. Du kannst alles tun." Oder es gibt die Gerüchte, dass der russische Geheimdienst seit langem über kompromittierendes Material verfüge, das Trump erpressbar mache. Dieses Material soll vor der ersten Präsidentschaft angefallen sein, als Trump in Russland wiederholt geschäftlich unterwegs war. Unter anderem soll er sich in der Luxus-Suite eines Moskauer Hotels auf eine recht eigenartige Weise mit Prostituierten vergnügt haben, die weit über das Anfassen von Muschis hinausging (170705).

Aber solche Bettgeschichten sind eigentlich Petitessen gegenüber dem Vorwurf, Trump sei schon in den achtziger Jahren vom sowjetischen Geheimdienst KGB als Langzeit-Agent angeworben und zielstrebig bei seiner weiteren Karriere bis zum Präsidenten der USA gefördert worden. Und zwar zuletzt vom ehemaligen KGB-Agenten Putin, der noch vor Trump den präsidialen Status erreichte und sein Land erheblich schneller wieder in eine Diktatur umwandeln konnte. Sicher ist jedenfalls, dass der Immobilien-Mogul Trump schon in den achtziger Jahren die Auflösung der einst von den USA gegründeten NATO propagierte, weil diese nur Geld koste und die Europäer selber für ihre Sicherheit vor der östlichen Supermacht sorgen müssten. Es gab auch Ermittlungen und Verfahren wegen der Verbindungen zum Kreml, die Trump als Präsident aber erfolgreich abwehren konnte, indem er den Chef des Inlandsgeheimdienstes FBI als Hauptbelastungszeugen einfach feuerte. Näheres dazu lässt sich dem ausführlichen Wikipedia-Artikel zu Trump entnehmen. Nicht minder informativ ist die fünfteilige französische Doku-Serie "Die Akte Trump - Fünf Stationen zur Macht", die am 30. April von "ZDF-Info" gesendet wurde und auch als Video zur Verfügung steht. Sie enthält zusätzlich eine Fülle von Bildmaterial.

Falls Putin tatsächlich über irgendwelches kompromittierendes Material verfügen sollte, nähme es deshalb nicht wunder, wenn er es unter Verschluss hält: Trump nützt ihm nur als möglichst unangefochtener Präsident der Vereinigten Staaten. Vor allem spaltet Trump eher die NATO als der Ukraine eine wirklich effiziente Unterstützung in ihrem bereits vier Jahre andauernden Kampf gegen die russische Aggression zu gewähren. Einen derart nützlichen Agenten oder auch nur Idioten fände Putin sicher kein zweites Mal.

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