Februar 2026 |
260211 |
ENERGIE-CHRONIK |
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| Bei der Dezember-Ausschreibung für Solar 1 lag der Umfang der Gebote nur wenig unter dem bisherigen Rekordwert vor zwei Jahren (240208). Wie man sieht, deckt sich die ausgeschriebene Solarstromleistung (blau) meistens fast ganz mit der bezuschlagten Menge (rot). Lediglich 2022 konnte die Nachfrage dem erhöhten Angebot nicht folgen (221212) . |
Die Bundesnetzagentur gab am 13. Februar die Ergebnisse der Photovoltaik-Ausschreibung bekannt, die zum 1. Dezember 2025 stattfand. Sie betraf Solaranlagen, die auf Freiflächen oder solchen baulichen Anlagen errichtet werden, die weder Gebäude noch Lärmschutzwände sind ("Segment 1"). Die Förderungs-Zuschläge für größere Dachanlagen werden dagegen seit 2021 bei separaten Ausschreibungen vergeben ("Segment 2").
Nach zwei Ausschreibungen mit einer rückläufigen Anzahl an Geboten wurden in dieser Runde mehr als doppelt so viele Gebote wie in der Vorrunde eingereicht. Die Überzeichnung fiel sogar so hoch aus, dass sie fast den bisherigen Rekordwert vom Dezember 2023 erreichte. "Die hohe Beteiligung zeigt, dass die Rahmenbedingungen in den Ausschreibungen attraktiv sind", meinte dazu Klaus Müller, der Präsident der Bundesnetzagentur.
Die ausgeschriebene Menge betrug 2.328 Megawatt (MW). Von den 634 eingereichten Geboten mit einem Volumen von 5.247 MW erhielten 262 Gebote mit einem Umfang von 2.341 MW einen Zuschlag. Es wurden 61 Gebote vom Verfahren ausgeschlossen. Die im Gebotspreisverfahren ermittelten Zuschlagswerte schwanken zwischen 4,40 Cent/kWh und 5,30 Cent/kWh. Der durchschnittliche mengengewichtete Zuschlagswert lag bei 5,00 Cent/kWh und damit leicht oberhalb des Niveaus der Vorrunde (4,84 Cent/kWh).
Das mit weitem Abstand größte Zuschlagsvolumen entfiel wieder auf Gebote für Standorte in Bayern (901 MW, 112 Zuschläge), gefolgt von Standorten in Sachsen-Anhalt (282 MW, 24 Zuschläge) und Brandenburg (216 MW, 16 Zuschläge).
Die meisten Zuschläge gingen an Projekte, die auf Randstreifen an Autobahnen oder Schienenwegen geplant sind. Dies waren 125 Zuschläge mit insgesamt 1.150 MW. Das zweithöchste Zuschlagsvolumen mit 874 MW entfällt auf 88 Projekte auf Acker- oder Grünlandflächen in benachteiligten, also für die Landwirtschaft nur eingeschränkt nutzbaren Gebieten. Diese eignen sich daher besonders für die Errichtung von Photovoltaikanlagen. An dritter Stelle folgten 30 Zuschläge für sogenannte besondere Solaranlagen, die mit 204 MW fast neun Prozent des eingereichten Gebotsvolumens ausmachen. Bei diesen Projekten wird dieselbe Fläche neben der Stromerzeugung für einen weiteren Zweck wie etwa zur Landwirtschaft genutzt.
Die nächste Ausschreibungsrunde für Solaranlagen des ersten Segments findet
am 1. März 2026 statt.