Februar 2026

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ENERGIE-CHRONIK


EU-Kommission billigt Geothermie-Projekt zur Gewinnung von Lithium, Wärme und Strom

Die EU-Kommission hat keine Einwände gegen die geplante Beteiligung der bundeseigenen KfW-Bank an dem gemeinsamen Geothermie-Projekt mit der Hochtief AG und der australischen Vulcan Energy Resources Ltd, das in der Oberrhreinischen Tiefebene bei Landau die Erzeugung von Wärme und Strom mit der Nutzung des dabei geförderten Wassers zur Gewinnung von Lithium verbinden will (251206). Wie sie am 20. Februar mitteilte, hat sie das Vorhaben im Rahmen des vereinfachten Fusionskontrollverfahrens geprüft, wobei sich keine wettbewerbsrechtlichen Bedenken ergaben. Die Transaktion betreffe in erster Linie den Markt für die Herstellung und Lieferung von Lithiumhydroxid. Dabei würden die beteiligten Unternehmen "nur eine begrenzte gemeinsame Marktstellung erlangen".

Die deutsche Vulcan Energie Ressourcen GmbH, die im März 2022 ins Karlsruher Handelsregister eingetragen wurde, berichtete am 21. Januar über gute Testergebnisse bei der ersten Bohrung, die sie am Standort Schleidberg auf der Gemarkung Insheim zusätzlich zu den bereits vorhandenen vier Bohrungen der beiden Geothermie-Kraftwerke Insheim und Landau niedergebracht hat. Die unternehmenseigene Bohrgesellschaft Vercana werde die Erschließung weiterer Bohrungen fortführen und in der zweiten Jahreshälfte 2026 am Standort Trappelberg in der Gemarkung Rohrbach die nächste Bohranlage errichten.

Aus bis zu 28 Bohrungen an sieben Standorten sollen neben Lithium 275 GWh Strom und 560 GWh Wärme gewonnen werden

Insgesamt plant Vulcan die Gewinnung von lithiumhaltiger Thermalsole aus bis zu 28 Bohrungen an sieben Standorten in und um Landau, um jährlich bis zu 24.000 Tonnen Lithiumhydroxid-Monohydrat zu produzieren. Damit will das Unternehmen eine inländische, nachhaltige und kostengünstige Lithiumquelle für die europäische Batterie- und Elektrofahrzeugindustrie erschließen. Darüber hinaus sollen durch die Nutzung von tiefer Geothermie jährlich 275 GWh grüner Strom erzeugt sowie 560 GWh an erneuerbarer Wärme für die Region bereitgestellt werden.

Das Projekt läuft unter der Bezeichnung "Lionheart". Es wird aus dem "Rohstofffonds" der KfW-Bank mit 150 Millionen Euro unterstützt. Außerdem fördert das Bundeswirtschaftsministerium den geothermischen Teil mit 100 Millionen Euro. Weitere 100 Millionen Euro werden von der Bundesregierung und den Ländern Rheinland-Pfalz und Hessen für den Aufbau der kommerziellen Lithiumanlagen bereitgestellt.

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