Juli 2023

230707

ENERGIE-CHRONIK


VW nutzt alte Batterien von E-Autos für Stromhandel am Spotmarkt

Der Volkswagen-Konzern hat mit seinem Geschäftsfeld Laden und Energie unter der Marke Elli am 12. Juli den Stromhandel an der Epex Spot aufgenommen. Er ist damit das erste Automobilunternehmen, das gebrauchte Batterien von Elektroautos für diesen Zweck verwendet. Bei dem Pilotprojekt kommen zunächst 28 Batteriesysteme und 38 Zellmodule aus dem Kleinwagen E-Up zum Einsatz, deren Leistungsfähigkeit für den Elektroantrieb nachgelassen hat, die aber noch für diese Zwischennutzung taugen, bevor sie recycelt werden. Das "Power Center" mit den ausgemusterten Batterien befindet sich im VW-Werk Baunatal bei Kassel.

Später sollen auch die Fahrzeuge selber miteinbezogen werden

Die mit dem Pilotprojekt gesammelten Erfahrungen sollen dann für den Aufbau von größeren und komplexeren Systemen dieser Art genutzt werden. Zum Beispiel könnte neben dem stationären "Power Center" auch die wachsende Flotte von E-Autos in das System miteinbezogen werden, indem deren Batterien "perspektivisch per Vehicle-2-Home und Vehicle-2-Grid in das Energienetz integriert werden und als mobile Powerbank dienen", wie es in der Pressemitteilung heißt.

Speicher reagiert automatisch auf Handelsergebnisse am Spotmarkt

Das Grundkonzept besteht darin, den Strom in Phasen mit niedrigen Preisen an der Börse zu kaufen und bei höheren Preisen wieder zu verkaufen. In der Regel wird dieser Strom hauptsächlich aus der schwankenden Einspeisung von Wind- und Solarkraftwerken stammen. Eine intelligente Elektronik sorgt für die entsprechende Verknüpfung zwischen den Handelsergebnissen am Spotmarkt und dem Speicher, so dass die Batterien automatisch geladen oder entladen werden. Dadurch lässt sich nicht nur Gewinn erwirtschaften, sondern auch eine bessere Nutzung der erneuerbaren Energien erreichen.

 

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